Allgemeines:
Gewinde ab 2 mm Steigung oder zähe Werkstoffe werden zweckmäßig vor- und fertiggeschnitten. Durch den Schlichtspan werden die Gewindeschneidbacken entlastet und haben eine längere Standzeit. Die Gewinde werden einwandfrei maßhaltig. Zum Vor- und Fertigschneiden ist ein Ausspannen des Werkstückes nicht erforderlich, da der am Stellring angebrachte Umlegehebel durch entsprechendes Umlegen die Verstellung des Gewindeschneidkopfes bewirkt.
Für Gewinde, die gegen einen Ansatz geschnitten werden, ist eine Schneidkopfgröße mit entsprechend großer Körperausdehnung zu wählen, die größer als der Ansatzdurchmesser des Werkstückes ist.
Arbeitsweise:
- Der Schneidvorgang wird eingeleitet, indem der Gewindeschneidkopf mechanisch oder durch Handvorschub an das Werkstück herangeführt und zum Anschneiden gebracht wird.
- Die zu schneidende Gewindelänge wird mittels einem Anschlag an der Maschine eingestellt, wobei der Auslöseweg zu berücksichtigen ist.
- Beim Erreichen des angebrachten Anschlages wird die Vorwärtsbewegung des Gewindeschneidkopfes aufgehalten, der Gewindeschneidkopf öffnet sich dadurch selbsttätig und die Gewindeschneidbacken geben das geschnittene Gewinde frei.
- Der Gewindeschneidkpf kann nunmehr über das geschnittene Gewinde zurückgezogen werden und ist nach erneutem Schließen wieder einsatzbereit.